Gotthard - Artilleriewerk Sasso de Pigna

 

Die Anlage heute

Das Artilleriewerk Sasso da Pigna wurde zur Verstärkung der artilleristischen Kapazität an der Südfront ab Sep. 1942 gebaut. Schon im Okt. 1942 kommt es zu Änderungen durch die Bauleitung, die der Anlage ihr heutiges Aussehen verleiht. 1943 wird entschieden bis zur Lieferung der 15cm Festungskanonen provisorisch 10,5cm Geschütze einzubauen. Erst am 12.12.1944 sind die 15cm Geschütze einsatzbereit. Am 31.07.1945 wir der erste Abschnitt des Werks vorläufig der Truppe übergeben. Am 06.03.1946 ist dann auch der zweite Bauabschnitt fertig gestellt. Noch 1997 wir der Einbau zweier weiterer Geschütze diskutiert, aber bei geplanten Kosten von 6 Mio. Franken abgelehnt. 1999 findet letztmalig ein Wiederholungslehrgang der Festungstruppen im Werk statt. Noch im selben Jahr wird das Artilleriewerk still gelegt und deklassifiziert.

Mit einer Stollenlänge von mehr als 2,4 km und 8000qm Nutzfläche war das Artilleriewerk eines der größten seiner Art. Als Teil des Réduit war das Werk darauf ausgelegt über drei Monate hinweg zu kämpfen und zu überleben. Mit seinen vier 15cm Geschützen konnten Ziele in der Leventina (Ost Batterie) sowie im Bedretto-Tal und auf dem Passo San Giacomo (Batterie West) beschossen werden. Da der Besatzung auch die Außenverteidigung der Anlage oblag besaß das Artilleriewerk eine Besatzung von rund 500 Mann.

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Versorgungsbauwerk an der Westbatterie
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Versorgungsbauwerk an der Westbatterie
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MG-Scharte
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Scharte der Ostbatterie
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Scharte der Ostbatterie
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Verteidigungsposten vor der Westbatterie
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Westbatterie
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Westbatterie
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15cm Geschütz der Westbatterie
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15cm Geschütz der Westbatterie