Fort Battice

Das Fort Batice gehörte zu den vier nach Osten abgesetzten Sperrforts des Äusseren Festungsgürtes von Lüttich. Es hatte eine fünfeckige Form mit auseinander gezogenen Kampfständen um eine Unglück wie bei Fort Loncin im ersten Weltkrieg zu verhindern. Die Bauarbeiten am Fort waren noch nicht vollständig beendet als 1940 der Krieg begann. Das Fort war mit 120 mm und 75 mm Geschützen in Panzertürmen ausgestattet und verfügte über zahlreiche 60 mm PAK und Schwre MG zu Verteidigung der Gräben.
Seit dem 10. Mai feuerte Fort Batice immer wieder auf deutsch Nachschubwege. Der Beschuss von Fort Batice mit 30,5 cm Geschützen begann am 12.05.1940 nachdem am Tag zuvor Fort Eben Emael in einem Handstreich nur wenige Stunden nach Eröffnung der Kampfhandlungen gefallen war. Der erste Beschuss richtete jedoch keine nennenswerten Schäden an. Danach beschoss Fort Batice immer wieder deutsch Nachschublinien woraufhin die 211. Infanterie Divison den Befehl erhielt das Fort zu erstürmen. Der deutschen Infanterie gelang es am 19.05. die Artilleriebeobachter ausser Gefecht zu setzen, so dass das Fort danach nur noch auf vorgegebene Koordinaten feuern konnte, so auch bei der Abwehr eines Angrifss auf Fort Aubin-Neufchâteau. Nachdem das Fort die Angriffe am 20. Mai weiter gestört hatte erfolkte am 21. Mai ein Angriff mit Sturzkampfbombern, die gezielt 1000Kg Bomben auf die Kamfblöcke abwarfen. Dabei prallte eine der abgeworfenen 1000 Kg Fliegerbombe an ein Stahlhinderniss vor Bloc 1 ab und drang dadurch durch die Ausfallpforte des Kampfblocks ein. In Folge der Explosion kamen 26 Mannn der Besatzung ums Leben, zwei weitere Männer überlebten schwer verletzt. Weitere Kampfblöcke wurden bei dem Angriff ebenfalls getroffen, so dass von 14 Geschützen fünf gänzlich zerstört waren und weitere sieben nur noch als bedingt einsatzfähig galten. Am 22.05. im 3 Uhr kapitulierte das Fort und die 939 Mann der Besatzung gingen in Kriegsgefangenschaft.
 
04.1934 - 1940
1940 - 22.05.1940 - 03:00 h
 
Lage des Forts: 50°38'49.88"N / 5°50'1.27"E
 
Für die eigene Tourenplanung:
   
 

Der B 1, einst mit zwei 60 mm PAK, einem schweren MG und einem Scheinwerfer ausgerüstet.
 

Der Bloc E - Der Eingang zum Fort.
 

Bloc E links mit dem sturmfreien Graben.
 

Blick von Norden auf Block BE.
 

Der westliche Graben von Norden aus gesehen. Links im Graben der Bloc E, dahinter zu erkennen Bloc 7.
 

Block 2 auf der Nordseite war mit 2 60 mm PAK, 2 Schweren MG, zwei Scheinwerfern und einer Beobachtungsglocke ausgestattet um die Bahnlinie und den Sturmfreien Graben zu decken.
 

Bloc 2 - Blick auf die Ost-Seite des Kampfblock mit der 60 mm PAK im Untergeschoss.

Bloc 3 auf der Ostseite in die Konterescarpe und damit gegen Angriffe aus dem Osten eingebaut.
 

Bloc 4 mit dem Panzerturm für 2x 75 mm Geschütze und den Beobachtungskuppeln.

Block 5 zur Verteidigung des Grabens auf der Südseite
 

Die Abluftschächte auf der Westseite des Forts
 

Bloc 7 mit der Scharte für eine 60 mm Pak und den zwei Beobachtungskuppel ist in die Escarpe eingebaut und damit ebenfalls gegen Angriffe aus dem Osten besser geschützt.
 

Bloc 7 sichert den Knick im Graben auf der Westseite des Forts.
 

Der abgesetzter Lüftungsbunker mit Beobachtungskuppel und dem ausfahrbaren Lüftungsschacht.

Blechkuppel der Scheinanlage