Festung Scex
 
Die bereits 1908 begonnene Festung Scex wurde bis in die 60er Jahre ständige erweitert und stand bis zum Ende des kalten Krieges ständig im Dienst. Aufgrund technischer Weiterentwicklung wurde im Lauf der Jahre der älteste Teil der Anlage, die vier von Krupp gebauten 7,5cm Geschütze der Batterie Scex ausser Dienst gestellt und es verblieben lediglich die vier Geschütze der Batterie Ermitage.  Die Festung Scex wurde in einer hinter dem Ort St. Maurice  aufragenden Felswand erbaut. An der schon zu römischer Zeit befestigten Engstelle im Rhonetal wurde zu Beginn eine aus zwei Kasematten mit je zwei 7,5 cm Geschützen bestehend Batterie (Scex) errichtet. So bestand schon während des ersten Weltkriegs Erweiterungsbedarf. Ebenso wurde im Zwischenkriegszeitraum und im Lauf des Zweiten Weltkriegs an Erweiterungen der Anlagen gearbeitet, darunter der Bau der Batterie Ermitage. Nach dem WK II kam es nach einem Munitionsunfall mit tödlichem Ausgang in einer anderen Festung  zu Veränderungen an den Munitionsmagazinen.  Trotz aller Umbauten und Erweiterungen blieben einige Dinge bis zur Ausserdienststellung ungelöst. So besaß die Festung keine Duschen, Küche und Kantine lagen auf verschiedenen Ebenen und zudem räumlich getrennt. Von der Bewaffnung her war die Festung mit bis zu 8 Geschützen des Kalibers 7,5cm ausgestattet. Vier davon befanden sich in Doppelkasematten, die vier übrigen in Einzelkampfständen. Die Geschütze konnten sowohl direkt zur Panzerabwehr als auch indirekt schießen. Als weitere Bewaffnung verfügte Scex über eine Kaponniere zur Verteidigung der Geschützscharten und zur Nahverteidigung. Diese ursprünglich mit vier wassergekühlten MG ausgestattete Kaponniere war später mit zwei MG mit Wechselläufen ausgerüstet worden. Durch diesen Austausch war es möglich mit nur zwei MG die gleiche Schussfolge aufrecht zu erhalten, wie zuvor. Die MG konnten sowohl auf Sicht geschossen, als auch für Sperrfeuer auf voreingemessene Bereiche mit einer Panoramascheibe gerichtet werden.

Lage der Festung: 46°13'1.09"N / 6°59'53.45"E

Die Festung ist heute im Rahmen einer Führung zusammen mit der Festung Cindey zu besichtigen.

Für die eigene Tourenplanung:
 

Die getarnten Geschützscharten der Festung Scex - Batterie Ermitage
 

Die Batterie Ermitage.
 

Schartentarnung vor der Batterie Scex.
 

Geschütz der Batterie Ermitage - 7,5 cm Kanone L30 / 1903 in Parallelhebellafette Type III
  

Geschütz der Batterie Scex - 7,5 cm Kanone L 30 1903 in Pivotlafette
 

MG Stellung mit 7,5 mm Maschinengewehr 1951 in der Kaponiere.
 

Munitionsmagazin
 

Die Küche der Festung.
 

Die Maschinenzentrale der Festung Scex. Dieser hatte auch die Festung Cindey mit zu versorgen.
  

Die alte Telefonvermittlung.

Die neue Telefonvermittlung.